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Schlossgebiet

Der eindrucksvolle, Denkmal geschützte Gebäudekomplex des Plöner Schlossgebiets spiegelt dessen über 300-jährige, wechselvolle Geschichte wider und gehört zweifelsohne zu den schönsten Schlossanlagen in Schleswig-Holstein. Mit seinen schattigen Alleen, dem Schlossgarten und den vielen liebevoll restaurierten Gebäuden ist es immer einen Besuch wert.

Besucher des Schlossgebiets oder von Veranstaltungen im Schlossgebiet werden darum gebeten, die Parkmöglichkeiten der Schlossgarage unter der Reitbahn, des Stadtgrabens oder des Ascheberger Parkplatzes zu nutzen. Seit 2006 ist es nicht mehr erlaubt per PKW das Schlossgebiet aufzusuchen - Hinweisschilder an der Auffahrt neben der Polizei weisen darauf hin-, Zuwiderhandlungen werden mit einem "Knöllchen" geahndet.

Das Schlossgebiet

Das Plöner Schloss
Das Plöner Schloss, so wie man es heute kennt und aus allen Anfahrtswegen zu Lande und zu Wasser schon von weitem sieht, entstand während des Dreißigjährigen Krieges im Zeitraum von 1633-36. Der Plöner Herzog Joachim Ernst ließ an der Stelle der alten nutzlos gewordenen Burg ein Backsteinschloss errichten. Seinen Stil der Spätrenaissance verdankt es den italienischen, aber auch dänischen Vorbildern wie dem Königsschloss Frederiksborg: Die langen Flure des Mittelflügels weisen nach Süden, die Zimmer liegen zur schattigen Nordseite.

Die Raumaufteilung spiegelte das höfische Leben wider. Im Erdgeschoss war die Verwaltung untergebracht, hier befanden sich auch Küche und Speisesaal für das Gesinde. Im ersten Stock der Flügelbauten wohnten die Prinzen und Prinzessinnen, darüber der Herzog im östlichen und die Herzogin im westlichen Teil. Ihnen stand im Dachgeschoss untergebrachte Dienerschaft zur Verfügung.

Seinen weißen Anstrich erhielt das Schloss im 18.Jahrhundert unter dem dänischen König Christian VIII.

Das Schloss Plön diente um die Jahrhundertwende der Erziehung der Söhne des letzten deutschen Kaisers sowie als Kadettenanstalt für das Offizierskorps der preußischen Armee. In der Zeit des Nationalsozialismus diente es als Nationalpolitische Erziehungsanstalt (NAPOLA). Nach dem Abzug der britischen Besatzungsmacht bis zur Schließung nach dem Schuljahr 2001 war im Schloss ein Internat untergebracht. Die Internatler besuchten allgemein bildende Schulen in der Stadt Plön.
Nach dem Verkauf des Plöner Schlosses durch die Landesregierung an die gemeinnützige Fielmann-Akademie im Januar 2002 wird das Schloss zur Zeit grundlegend saniert und nach sorgsamer Rekonstruktion in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege unter Einbeziehung des örtlichen Handwerks wird die Fielmann Akademie als öffentliche Ausbildungsstätte der deutschen Augenoptik ab 2005 auf Schloss Plön jährlich mehr als 6.000 Augenoptiker und Augenoptikerinnen schulen. Der Öffentlichkeit werden weit mehr Räumlichkeiten zur Verfügung stehen als bisher: so die rekonstruierte Kapelle, der Rittersaal und die herzoglichen Gemächer. 

Den Kontakt für Anmeldungen zu kostenlosen Führungen (mittwochs, donnerstags, samstags, sonntags jeweils halbstündlich zwischen 16.30 und 18.30 Uhr) finden Sie am Ende dieses Abschnitts über den angegebenen Link!

     
     


Auf der Schlossterrasse haben Besucher zwischen Schloss und Pförtnerhaus nicht nur den wunderschönen Blick über die Dächer Plöns oder über den Großen Plöner See zum Genießen. Nein, auch "die in der Sonne Sitzende" ist ein Blick wert. Die nackte Bronzestatue stammt vom bereits verstorbenen Künstler Fritz During.


Pförtnerhaus
1895 wurde das Gebäude für den Schlosspförtner fertig gestellt. Von seiner Loge im Erdgeschoss des Erkers konnte er den damaligen Hauptzugang zum Schloss kontrollieren. Heute befindet sich die „Galerie am See“ in dem sanierten Haus.


Schwimmhalle
Um den jüngsten Kaisersöhnen das Schwimmen auch im Winter zu ermöglichen, wurde 1908/09 eigens für die Kadettenanstalt eine Schwimmhalle gebaut. Die Lichtdurchflutete Halle entstand in der Architektur des Jugendstils. Bis Ende der 90er Jahre fand hier auch der Schwimmunterricht für die Schüler des Internatsgymnasium Schloss Plön (IGS) statt.

Seit Ihrer Sanierung durch die Marius-Böger-Stiftung und die Stadt Plön dient sie als kulturelles Forum für bildende Kunst, Theater und Musik. Im unteren Bereich des Gebäudes befindet sich das „Restaurant Schwimmhalle“.


Inspektorenhaus
Hier wohnten seit 1896 die Verwalter des Schlossgebiets.





Kommandeursvilla

Das repräsentative Gebäude entstand 1895-97 im Stile der Neorenaissance und diente dem Kommandeur der Kadettenanstalt als Verwaltungs- und Wohnsitz.
Auch dieses Gebäude wurde saniert, um anschließend als Wohnfläche genutzt zu werden.

Rund um die Reitbahn

Amtsgefängnis
Die bisherige Unterbringung der Gefangenen im Schlosskeller vertrug sich nicht mit dem Charakter einer Sommerresidenz. Deshalb ließ der dänische König 1839 ein eigenes Gefängnisgebäude errichten und ergänzte es wenige Jahre später mit dem Wohnhaus des Polizeireiters.


Marstall
Als Barockfürst widmete sich Herzog Friedrich Carl mit Vorliebe der Zucht edler Pferde. Für seine 56 Rosse ließ der Herzog 1745-50 diesen repräsentativen Bau mit der symbolhaften Skulpturengruppe über dem Hauptportal errichten. Nach dem Verkauf durch die Landesregierung Anfang des 21. Jahrhunderts entstanden hier private und gewerbliche Nutzflächen.


Lazarett
Aus der Zeit als Kadettenanstalt stammt dieses 1896/97 als Lazarett für erkrankte Schüler in wilhelminischer Kasernenarchitektur gestaltete Backsteingebäude. Während der Zeit des Internatsgymnasiums diente es als Sextanerzeit, nach dem Verkauf und der anschließenden Sanierung sind hier Eigentumswohnungen untergebracht worden.


Reitbahn
Die große ebene Fläche vor dem Marstall diente als Reitbahn und im 19/ 20. Jahrhundert zur Kadettenzeit auch als Exerzierplatz. Hier fanden Turniere statt, die den heutigen Dressurübungen ähnelten. Seit September 2005 befindet sich unter der alten Oberfläche die Tiefgarage "Schlossgarage", die einerseits der Fielmann Akademie und andererseits Besuchern des Schlossgebietes zur Verfügung und Nutzung steht.


Uhrenhaus
Bei schlechtem Wetter wurden die Turniere im Reithaus veranstaltet, wegen der Uhr im Giebel heute „Uhrenhaus“ genannt. Diese einzige noch erhaltene barocke Reithalle des Landes entstand zeitgleich mit dem Marstall. Von einer Empore schaute der Herzog den Reitvorführungen zu.
In äußerst baufälligem Zustand wurde das Gebäude von der Marius-Böger-Stiftung erworben und von Grund auf saniert. Im zentralen Hallenteil zeigt heute der Naturpark Holsteinische- Schweiz e.V. seine Ausstellung.

Adresse: Schlossgebiet 9, 24306 Plön
Tel.: 0 45 22 / 74 93-80
Fax: 0 45 22 / 74 93-77
Email: info@naturpark-holsteinische-schweiz.de
Homepage: www.naturpark-holsteinische-schweiz.de

Öffnungszeiten:
ganzjährig (zusätzlich an vielen Feiertagen) Di. - So. 10.00 - 17.00 Uhr

Das Prinzenhaus

Als Herzog Friedrich Carl von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön 1729 seine Herrschaft antrat, erbte er auch das fürstliche Schloss, das die kleine Residenzstadt Plön überragte.

Gleich ein Jahr später ließ er westlich des Schlosses einen großen Barockgarten anlegen. In seinem Zentrum entstand ab 1744 abseits vom Hofgeschehen, aber in Sichtweise zum Schloss, ein besonderes Schmuckstück: Das Große Gartenhaus für das Herzogpaar. Wahrscheinlich war der Plöner Hofbaumeister G. Rosenberg mit dem Bau beauftragt.

Von außen wirkt das zweigeschossige Backsteinhaus eher unscheinbar. Doch im Inneren ließ Friedrich Carl allem Schmuckbedürfnis des Rokoko freien Lauf. Diente doch die „Maison de Plaisance“ dem herzoglichen Paar zur Repräsentation im kleinen Kreis und auch dem Rückzug ins Private.

 
Um den prachtvoll ausgestatteten ovalen Saal gruppieren sich vier symmetrisch kleine Räume, dem im Erdgeschoss ein Vestibül vorgelagert ist. Den zweigeschossigen Plöner Gartensaal schmückt eine Musikempore, die man im Obergeschoss vom Flora-Saal über dem Vestibül betritt.

Die drei Kabinette nutzte das Herzogpaar als Wohnräume und Schlafzimmer. Alle Bauteile, Türen, Fenster, Kamine, waren in Form und Farbe aufeinander abgestimmt. Reichhaltige Stuckdekorationen von Bartholomeo Bossi schmücken Decken, Wände, Spiegel und Bilderrahmen mit Blumen, Muscheln und Rankenwerk. Bildtafeln mit Schäferszenen und Blumenstillleben sind im Marmorkabinett zu bewundern, dessen Name auf den rötlichen Stuckmarmor der Wände verweist. Ein "Pfirsichblütenzimmer" gab es im oberen Geschoß, benannt nach dem Farbton der Wanddekoration.

Friedrich Carl war der letzte Plöner Herzog. Dem Übergang des Besitzes an Dänemark verdanken wir gleich drei Inventare von 1763, 1767 und 1770, die auch das Prinzenhaus beschreiben. Sie sind eine wahre Fundgrube für die Denkmalpflege heute, geben sie doch genaue Hinweise auf den ursprünglichen Zustand der Räume, auf Ausstattungsstücke, die verloren sind und auf spätere Umbauten.

Der Deutsch-Dänische Krieg brachte das Herzogtum ab 1866 an Preußen. Im Plöner Schloss und in seinen Nebengebäuden richtete der preußische Staat eine Kadettenanstalt ein. Das herzogliche Gartenhaus bewohnte nun der Kadettenpfarrer.

Durch den Anbau von zwei Seitenflügeln am Gartenhaus entstanden neue Räume für die Söhne Kaiser Wilhelms II. Sie sollten hier von 1896 bis 1910 die Schulbank drücken. Seitdem trägt das Gebäude den Namen Prinzenhaus.

Die vielen Stimmen, die bereits nach Schließung der Prinzenschule 1910 ihre Sorge um die Zukunft des Schlösschens ausdrückten, blieben weitgehend ungehört. Während des Ersten Weltkriegs diente das Prinzenhaus als Lazarett. Von 1946 bis 1997 bewohnten die Schülerinnen des staatlichen Internates Schloss Plön das Rokoko-Gartenhaus.

Die unterschiedlichen Nutzungen haben Ihre Spuren hinterlasse: Einbauten veränderten die Räume, unzählige Farbschichten beeinträchtigten die ursprüngliche Wirkung der Stuckdekorationen. Um nach dem Umzug der Internatsschülerinnen dem Vandalismus Einhalt zu gebieten, mussten Fenster und Türen mit Holzverschalungen gesichert werden.

   

Nachdem sich kein Investor fand, der eine denkmalpflegerische Sanierung und Nutzung gewährleistete, übertrug das Land Schleswig-Holstein im Dezember 1999 das Prinzenhaus mitsamt Schlossgarten und Lindenallee der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. In Zusammenarbeit mit den Bürgern und Vereinen, dem Landesamt für Denkmalpflege, der Unteren Denkmalschutzbehörde, der Stadt, dem Kreis und dem Land hat die Deutsche Stiftung Denkmalschutz das Gebäude für eine öffentliche Nutzung vorbereitet.

Nach dreijähriger Restaurierung konnte das Haus am 16. Mai 2003 dem Verein "Prinzenhaus zu Plön e.V." (siehe auch Freunde des Prinzenhauses e.V.) zur Nutzung übergeben werden. Aufgabe des Vereins ist es, das Haus ideell und materiell zu fördern. Konzerte, Empfänge, Vorträge, Tagungen und geführte Besichtigungen werden das Prinzenhaus wieder zu einem Ort festlicher Kultur machen. Man kann sich sogar im Prinzenhaus standesamtlich trauen lassen! Ebenso wie die Kreismusikschule Plön ihren Sitz im Prinzenhaus hat, so befindet sich auch die dauerhafte Fritz-During-Ausstellung im Nordflügel des Prinzenhauses.

Rokoko-Möbel im Plöner Prinzenhaus

Im Rahmen der Geburtstagsfeiern zum 300. Geburtstag des letzten Plöner Herzogs Friedrich Carl ( 1706 - 1761) am 4. August 2006 werden im Plöner Prinzenhaus neu in die Ausstattung aufgenommene Möbel aus der Rokoko-Zeit um 1750 der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach einer kleinen Andacht in der Johanniskirche um 18.30 Uhr wird Frau Dr. Silke Hunzinger um 19.30 Uhr im Gartensaal des Prinzenhauses einen Vortrag über "Drei Rosen für den Herzog - Zur Freimaurersymbolik im Prinzenhaus" halten. Nach diesem Vortrag bietet der Verein "Prinzenhaus zu Plön" den Besuchern die Gelegenheit, in Anwesenheit der Leihgeberin Frau Brigitte Gerisch-Hölk, Neumünster, die Rokoko-Möbel aus der Zeit Friedrich Carls im Obergeschoß des Prinzenhauses zu besichtigen. Diese Möbel wurden als Dauerleihgabe dem Prinzenhaus von Frau Gerda Raue (Felde) vermacht und nach ihrem Tod von ihrer Tochter, Frau Gerisch-Hölk(Neumünster) dem Prinzenhaus übergeben. Sie zeigen dem Besucher, wie zur Zeit Friedrich Carls in seinem Rokokopalais gewohnt wurde. Stifterin und der "Verein Prinzenhaus zu Plön", dem die Nutzung des Hauses von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz übertragen wurde, haben bewußt darauf verzichtet, die Möbel, die einige Gebrauchsspuren zeigen. zu restaurieren, damit sie einen zeittypischen Eindruck vermitteln.


Führungen durch das Prinzenhaus:

15.12. - 15.01. keine Führungen                   
15.01. - 30.04 sonntags 11.30 Uhr 
01.05. - 30.09. mittwochs  11.30 Uhr 
  samstags  15.00 Uhr  
  sonntags 15.00 (+ 16.00 Uhr, wenn sich zuvor mehr als 25 Personen eingefunden haben)
01.10. - 15.12.  sonntags 11.30 Uhr 









 


 


Ostern: am Sonnabend, Sonntag jeweils um 11.30 und 15.00 Uhr.

   



Änderungen vorbehalten. Informieren Sie sich gerne in der Tourist Info Plön, online im Veranstaltungskalender oder durch die Tagespresse.  

Sonderführungen für Gruppen können mit der Tourist Info Plön, Tel.: 0 45 22 / 50 95 0, Fax 0 45 22 / 50 95 20, touristinfo(ät)ploen.de, vereinbart werden.

Veranstaltungen:
Verein "Prinzenhaus zu Plön e.V."
Schloßgebiet 10 - 24306 Plön
Telefon und Fax 0 45 22 / 50 27 30

Trauungen im Prinzenhaus:
Standesamt Plön
Schloßberg 3/4 - 24306 Plön
Telefon 0 45 22 / 50 50
weitere Infos finden Sie dazu unter Heiraten in Plön.

Fritz-During-Ausstellung:
Tel.: 0 45 22 / 74 35 10
Email: marianne.schreier@kreis-ploen.de
Homepage unter: www.kreis-ploen.de
Die Öffnungszeiten außerhalb der Schulferien: 

Mo. - Do. 9.00 - 16.00 Uhr
Fr.  9.00 - 12.00 Uhr




Öffnungszeiten am Wochenende und in den Ferien auf Anfrage!

Rund um das Prinzenhaus

Kompanieverwalterhaus
In diesem Ende des 19. Jahrhunderts errichteten Gebäude wohnte der Verwalter der beiden im Schloss untergebrachten Kadettenkompanien.


Beamtenwohnhaus
Das wesentlich jüngere villenähnliche Gebäude diente als Wohnhaus für Verwaltungsbeamte der Nationalpolitischen Erziehungsanstalt.


Backhaus

Zum Wirtschaftsbetrieb der Kadettenanstalt gehörten auch Schlachtraum und Backstube, beide in diesem unscheinbaren Haus untergebracht.


Schlossökonomie

Der eingeschossige Mittelteil (a) dieses Gebäudekomplexes stammt aus dem 18. Jahrhundert; als Orangerie nahm er im Winter empfindliche exotische Gewächse des Parks auf. Während der Kadettenzeit wurden das zweigeschossige Gärtnerhaus (b) und der Pferdestall (c) der Prinzen mit darüber liegenden Wohnungen für Stallmeister und Knecht angefügt.
Heute befinden sich in diesen Gebäuden Wohnflächen.


Schlossgarten

Hinter dem Prinzenhaus erstreckte sich der weitläufige Schlosspark, von Herzog Friedrich Carl mit kunstvoll geschnittenen Hecken und Bäumen, mit Kieswegen und Brunnen in strenger Symmetrie im Stil des Barocks angelegt. Nachdem der Schlosspark im 19.Jahrhundert zu einem dichten Wald zugewachsen war, wurde er nach 1839 wieder gelichtet. Aus dem einst streng gezirkelten Barockgarten schuf nun der Garteninspektor Schaumburg einen locker geordneten weitläufigen englischen Park. Die beiden begrenzenden Lindenalleen aber blieben stehen, die bis heute erhalten blieben. Außerdem findet man hier heute einen Sportplatz, der zu Schul- und Vereinszwecken genutzt wird.


Melonengarten (Alte Schlossgärtnerei)
Hinter der Backsteinmauer verbirgt sich eine Gartenanlage, deren sonnenbeschienener Hang zu herzoglicher Zeit selbst Südfrüchte gedeihen ließ. Empfindliche Kübelpflanzen, zur Dekoration im Schlosspark aufgestellt, mussten den Winter allerdings in einen beheizbaren Haus, als Orangerie bezeichnet, verbringen. Die Orangerie befand sie ursprünglich an der Stelle des späteren Lazaretts und wurde dann zur Schlossökonomie verlegt. – Heute ist der Melonengarten als "Alte Schloßgärtnerei" bekannt, in der sich weiterhin eine Gärtnerei mit Obst-, Kräuter und Gemüsespezialitäten befindet sowie ein Café und Kunsthandwerk.

Hier können Sie in den alten Gewächshäusern nach Besonderheiten unter den ca.120 kultivierten Küchenkräuter-, Duft- und Gemüsearten stöbern, in den verschiedenen "Zimmer" nach Versuchsgärten wie u.a. dem Waldgarten, dem Fledermausbeet oder Rosengarten schauen oder einfach nur die Düfteund Geräusche in sich aufnehmen. Bei einem hausgebackenem Kuchen und je nach Jahreszeit einem frisch aus dem Garten aufgebrühten Kräutertee können Sie die geschützte Lage der Gärtnerei mit Blick auf den Kräutergarten genießen und anschließend in den Lädchen nach handgefertigten Dingen suchen.

Führungen finden ab 5 Personen nach Vereinbarung statt. Des Weiteren werden regelmässig Kurse in Filzwerk und Nähen angeboten. 

Öffnungszeiten:                                          

Nebensaison (Okt - März):    -  
Gärtnerei und Kunsthandwerk:  Sa und So 10.00 - 18.00 Uhr
Café: Sa und So 14.00 - 18.00 Uhr
Hauptsaison (April- Sept.):     
Gärtnerei und Kunsthandwerk:  Do bis So 10.00 - 18.00 Uhr 
Café:  Do bis So 14.00 - 18.00 Uhr 
 









Alte Schloßgärtnerei
Schloßgebiet 9a
24306 Plön
Tel.: 0 45 22 - 78 98 18
E-mail: dodahmke@aol.com

Die Prinzeninsel
Die Prinzeninsel ist eine Halbinsel in der Verlängerung des Schlossgartens, auf der sich früher ein landwirtschaftliches Anwesen befand. Auf dieser Bauernstelle lernten die Söhne des deutschen Kaisers Wilhelm II. das Handwerk des Landmannes bzw. Bauern. Oft besuchte die Kaiserin Auguste-Victoria ihre Söhne auf der Prinzeninsel. Ein kleiner Pavillon auf der Spitze der Halbinsel bezeichnet den Lieblingsplatz der Kaiserin während ihrer dortigen Besuche.

Die Prinzeninsel darf nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Zu Fuß erreicht man sie über den Strandweg in gut 45 Minuten vom Stadtzentrum aus. Dabei führt der Weg vorbei am Plöner Bootsverleih, dem ehemaligen Internatsbootshaus, dem Siebenstern am Ende des Schlossgartens, an der wohl schönsten Badestelle am Großen Plöner See und am Niedersächsischen Bauernhaus vorbei.