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Wer in der Umgebung des Plöner Sees große Dome und Basilika erwartet, liegt sicherlich nicht ganz richtig.
Allerdings bietet Plön viele interessante Kleinode der Kirchengeschichte.

Evangelische Gotteshäuser

In Plön befinden sich mehrere Kirchen. Die größte ist die Nikolaikirche auf dem Plöner Marktplatz. Der massive Backsteinbau mit seinem 60 Meter hohen Turm ersetzte 1866 - 68 eine zuvor nach einem Blitzschlag abgebrannte Barockkirche. Dem Geschmack der Zeit folgend, orientierte sich die Architektur an mittelalterlichen Stilelementen der Romanik und Gotik, wober Reste der nach dem Brand erhalten gebliebenen Grundmauern einbezogen wurden.
Öffnungszeiten: ganzjährig von 09.00 Uhr bis mind. 17.00 Uhr

Eine weitere sehr hübsche Kirche ist die Johanniskirche. Mit dem Jahre 1685 von Herzog Adolf errichteten Fachwerkbau erhielt die Neustadt eine eigene Kirche. Anfang des 19. Jahrhunderts noch vom Abriss bedroht, wurde die ursprünglich im schlichten Barock gehaltene Kirche einige Jahrzehnte später neugotisch überformt, konnte aber ihre besondere Atmosphäre behalten.
Öffnungszeiten: Wochenenden unter Aufsicht Juni - August
Sa. und So. 10.00 - 12.00 Uhr, 14.00 - 17.00 Uhr

Durch die Entstehung des neuen Ortsteils Stadtheide, wurde 1960 zwischen der Bahnstrecke und der Fegetasche in Zusammenhang mit der Neuanlage des Friedhofs die Osterkirche im nordöstlichen Wohngebiet erbaut. Anfangs war die Kirche nur für Trauerfeiern gedacht. Mit dem Anwachsen des neuen Wohngebietes wurde die Kirche zum neuen geistlichen Mittelpunkt im Osten der Stadt.

Katholisches Gotteshaus

Im Jahre 1904 baute der Gutsherr von Rixdorf, Clemens Graf von Westfalen eine hölzerne Kapelle auf dem Appelwarder. Er ließ sie für seine polnischen Gutsarbeiter und die im Raum Plön wohnenden katholischen Christen errichten, zu denen er selbst auch gehörte, und benannte sie nach dem Heiligen Antonius (St. Antonius Kirche). Anlass des Baus war eine Pferdewette im Jahr 1903 in Prag. Der Graf hat gelobt, eine Kapelle zu bauen, falls sein Pferd das Rennen gewinnt.
Erst 1911 nach der Zustimmung der preußischen Regierung traten die Bestimmungen zur Bildung der neuen gemeinde in Kraft. Der erste Geistliche der Gemeinde war Pastor Hülster.
Durch die beiden Weltkriege und dem daraus entstandenen Flüchtlingsstrom war es erforderlich, das Gotteshaus umzubauen und zu erweitern. Der Backsteinturm und die ebenso verblendeten Außenwände von 1966, lassen den bescheidenen Anfangsbau nicht mehr erkennen. 1985 umfasste die Gemeinde etwa 1600 Mitglieder.


Brechen Sie auf zu einer spannenden Tour und entdecken Sie die alten Geschichten und Legenden der schmucken Gotteshäuser.

Friedhöfe - Orte des (Er) Lebens

Plön - Friedhöfe an und über den Seen

Der Alte Friedhof wurde 1807 vor den Toren der Stadt Plön errichtet, von hier genießt man einen herrlichen Blick über den Grossen Plöner See.

Die geschmiedeten Drehtüren stammen von den Eingängen zum ehemaligen Friedhof der Nikolaikirche – dem heutigen Marktplatz. Das Friedhofsgebäude wurde aus den alten Steinen der abgebrochenen Friedhofsmauer der Nikolaikirche errichtet. Dieser Friedhof ist eng mit vielen Persönlichkeiten aus der Geschichte Plöns verbunden, und hier befindet sich auch ein Grabsteinmuseum, in dem alte Grabsteine ausgestellt sind.
Auch auf diesem Friedhof haben Menschen, die im 2. Weltkrieg Zwangsarbeit leisten mussten und bei einem Unfall getötet wurden, ihre letzte Ruhe gefunden.

Der Osterfriedhof hat seinen Namen von der 1958 erbauten Osterkirche, und er gilt als einer der schönsten Landschaftsfriedhöfe Schleswig-Holsteins. Von zwei Seiten ist der Friedhof vom Schöhsee umgeben und man blickt von der einen Seite über den See auf den Parnassturm, von der anderen über das ostholsteinische Hügelland.

Der quadratisch angelegte Kadettenfriedhof liegt mitten auf der Prinzeninsel. Ein schmiede-eiserner Zaun begrenzt ihn. Hier wurden die Verstorbenen der früheren Kadettenanstalt beigesetzt, später die Mitarbeiter des Internats. Der Charme dieses Friedhofs liegt in seiner Ruhe. An seinen Grabsteinen lässt sich ein Stück deutscher Geschichte nachvollziehen.


Niederkleveez - Plöner Friedhof in herrlicher ländlicher Umgebung

Das Dorf Niederkleveez gehört zur Kirchengemeinde Plön. Mit seiner Kirche und seinem kleinen Friedhof liegt es wie ein Juwel am Ufer der Seen. Der Friedhofsweg führt den Besucher auf das Kirchengebäude zu, um ihn dann vor dem Kirchenportal mit einem einzigartigen Blick Himmel und Erde miteinander verbinden zu lassen. Dieser Friedhof ist wie ein Tor zum Himmel. Er schwebt geradezu über den Seen, lässt den Besucher den Himmel spüren, der über allen aufgeht und nimmt dem Tod damit etwas vom Bitteren des tiefen Grabes. Kirche und Friedhof fügen sich harmonisch in die umgebenden Felder und Wohngebiete ein und sind ein Ort, der zum Verweilen einlädt.

Die Ewigkeit ist hier durch die besondere Nähe zur Natur gegenwärtig, der kleine Kirchturm mit dem darauf sitzenden Wetterhahn weist in die Tiefen des Alls. Wer einen Platz zum Nach- denken sucht, der ist auf der Bank neben dem Kirchenportal an der alten Pumpe gut aufge-hoben. Frieden kann an diesem Platz über den Seen spürbar werden. Sie sehen von hier aus den Suhrer See, den Dieksee und den Behler See.

Den Friedhofsparkplatz darf der Rundreisende gerne benutzen, um von Niederkleveez aus zu einer Fünf-Seen-Fahrt zu starten, mit der auch unsere nächste Station Plön zu erreichen ist. Allerdings sind von der Plöner Anlegestelle Fegetasche bis zu den dortigen Friedhöfen etwa 2 bis 3 Kilometer zu Fuß zurückzulegen.

Quelle: Designbüro Eva Gutzeit-Pohl, www.gutzeitdesign.de

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