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Plön - der zentrale Ort am Großen Plöner See

Mitten im Wasser, umgeben von 16 Seen, liegt die hübsche Kleinstadt Plön. Hier können Sie im weitläufigen Schlossgebiet flanieren, durch die Altstadt mit ihren malerischen Twieten und kleinen Geschäften bummeln oder einfach bei einem großen Eisbecher oder einem leckeren Fischbrötchen Ihre freie Zeit genießen

Rundgang durch das historische Plön

Noch außerhalb der Altstadt finden Sie Spuren vergangener Tage. Dies beginnt bereits mit dem heute Denkmahl geschützten Bahnhof im Osten, der bei der Schienennetzanbindung 1866 eingeweiht und mit einem ursprünglich zur "kaiserlichen Haltestelle" gehörenden, hölzernen Vorbau ausgestattet wurde.

     

 Plöner Stadtbild

 Bahnhof

 Nikolaikirche

Mit dem heute nicht mehr vorhandenen Lübschen Tor am gleichnamigen Gebäude starten Sie in die Plöner Geschichte. Die wahrscheinlich künstlich als Kanal angelegte Stadtschwentine begrenzte die Altstadt. Ungefähr im Bereich des jetzigen Stauwehres wurde Jahrhunderte lang die Wasserkraft für Korn-, Walk- und Papiermühlen genutzt. Auf dem gepflasterten Marktplatz angelangt, erscheint ein massiver Backsteinbau mit Kreuzgrundriss und seinem 60 m hohen Turm aus dem 19. Jahrhundert- die Nikolaikirche. Als Nachfolger einer abgebrannten Barockkirche orientierte sich die Architektur an mittelalterlichen Stilelementen der Romanik und Gotik, wobei Reste der nach dem Brand erhaltenen gebliebenen Grundmauern einbezogen wurden.

Keine 100 m hinter der Nikolaikirche erspäht man leicht erhöht liegend das Rathaus , das architektonisch deutlich erkennbar aus zwei historischen Gebäuden besteht: dem Backsteinbau aus 1817, der als Stadtverwaltung und Amtsgericht genutzt wurde, und einem dahinter liegenden Gebäude, das als Gymnasium diente.

     

 Rathaus

 Twiete

 Fußgängerzone

Auf dem Weg dorthin fallen die die schmalen Gassen, auch Twieten genannt, auf, die zur Einkaufsstraße "Lange Straße" führen. Weitere befinden sich auch von der Klosterstraße abgehend zum großen Plöner See. Aus dem See wurde früher das Trink- und Brauchwasser geholt. Aufgrund von schmaler, hoher Bauweise in der Altstadt war die Gefahr eines schnell übergreifenden Brandes sehr groß, so dass die Twieten oftmals auch als Löschwege genutzt werden mussten
.
Das Wentorfer Tor markierte früher die westliche Begrenzung der Plöner Altstadt. Als einziges Relikt liegt heute einer der Scharniersteine, tief eingefräst vom Druck der Torangel, vor dem Eingang.

In der dahinter anschließenden Neustadt zeigt sich die mit der Alten Apotheke eines der ältesten noch vorhandenen Gebäuden der Stadt aus dem Jahre 1540. Als Adelssitz errichtet, nutze man es in den folgenden Jahrhunderten als Waisenhaus, Wohnsitz der Adeligen und Beamten des herzoglichen Hofes, als Wohn- und Geschäftsräume des Hofapothekers und nach Sanierung zeigt das Museum des Kreises Plön seit 1982 seine Ausstellungen.

     
 Wentorfer Platz

Alte Apotheke

Johanniskirche 

In der ab der Alten Apotheke beginnenden Johannisstraße sind keine der 26 kleinen Handwerkerhäusern aus der Entstehungszeit um 1685 erhalten, unverändert blieb jedoch die gerade auf das Schloss zulaufende Sichtachse als Zeichen der Zugehörigkeit zum Fürstentum.
Aus demselben Jahr stammt die Johanniskirche gegenüber der Alten Apotheke. Die ursprünglich im schlichten Barock gehaltene Kirche erhielt vom Abriss bedroht Mitte des 19. Jahrhunderts eine neugotische Form, konnte ihre besondere Atmosphäre allerdings bewahren.

Weitere Infos zu den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt finden Sie auf unseren Kunst- und Kulturseiten.

Rundgang durch das Plöner Schlossgebiet

Das Plöner Schlossgebiet mit seinen liebevoll restaurierten Gebäuden, parkähnlichen Grünflächen und schattigen Alleen oberhalb der Altstadt, ist ein Muss für jeden Gast in dieser Region. Mehr als ein Dutzend Gebäude, die zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert entstanden sind, gehören zum Schlossgebiet und machen es zu einer der schönsten Schlossanlagen Schleswig-Holsteins.

Das Plöner Schloss erreichen Sie über den Schlossberg entlang des Plöner Rathauses. Es präsentiert sich majestätisch thronend als Herzstück des Schlossgebietes. Erbaut im 17. Jahrhundert erfuhr es in den vergangenen Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte - Herzogsitz, Sommerresidenz des dänischen Königs, preußische Kadettenanstalt, Internat...Heute ist es im Privatbesitz der Fielmann Akademie, die die Räumlichkeiten für eine internationale Optikerschule nutzen wird.

Schlendern Sie nun den Schlossberg auf der anderen Seite hinunter, erspähen Sie auf der rechten Seite das Gebäude der einst im Jugendstil für die kaiserlichen Söhne errichtete Schwimmhalle. Heute dient es als Kulturforum Schwimmhalle. Hier finden eine Vielzahl von Ausstellungen, Konzerten und Lesungen statt. Von dort aus schließen sich folgende Sehenswürdigkeiten an:

   

 Plöner Schloss

 Alte Schwimmhalle

Uhrenhaus 

Rund um die ehemalige Reitbahn, die früher als Turnier- und Exerzierplatz diente, reihen sich diverse Gebäude unterschiedlicher Jahrhunderte. Im ehemaligen Uhrenhaus am Kopfe des Platzes befindet sich heute das Informationszentrum des Naturparks Holsteinische Schweiz. Zu Herzogszeiten wurde die barocke Reithalle für Reitturniere genutzt.
Der Marstall zur linken des Platzes wurde im 18. Jahrhundert als repräsentativer Bau mit symbolhafter Skulpturengruppe über dem Hauptportal zur Pferdezucht vom damaligen Herzog  gebaut. Heute befinden sich Wohn- und Gewerbeflächen darin.
Das anschließende Lazarett stammt aus der Zeit der Kadettenanstalt und war für kranke Schüler vorgesehen. Später zu Internatszeiten war es bekannt als Sextanerheim, bis es nach der Sanierung zu Eigentumswohnungen umgebaut wurde.
Auf dem Weg zum Schlossgarten treffen Sie genau auf das Prinzenhaus- auch liebevoll die "Perle des Rokoko" genannt. Es wurde früher als Gartenhaus genutzt und erhielt seinen heutigen Namen, da die Söhne des letzten deutschen Kaisers hier unterrichtet wurden. In den vergangenen Jahren aufwendig restauriert, steht es der Öffentlichkeit heute wieder zur Verfügung.
Um das Prinzenhaus befinden sich weiter Gebäude, die später hinzufügt wurden. Dazu zählen die Schlossökonomie, das Backhaus, das Beamtenwohnhaus, das Kompanieverwalterhaus wie auch der Melonengarten und der weitläufige Schlossgarten mit seitlich begrenzenden Lindenalleen.
Diese führen Sie- am Siebenstern und Kadettenfriedhof vorbei- zum Strandweg und zur wunderschön gelegenen Prinzeninsel.

     

 Prinzenhaus

 Lindenallee

 Pavillon Prinzeninsel

Weitere Infos zu den Sehenswürdigkeiten im gesamten Schlossgebiet finden Sie auf unseren Kunst- und Kulturseiten.